Twenty five years in the making
In den späten 90er Jahren studierte Marius Brandl aus Norwegen Innen- und Produktdesign an der Dänischen Kunsthochschule in Kopenhagen. Es war ein Abend wie jeder andere – laute Musik auf einer Party, Leute tanzten und unterhielten sich, Drinks und ein Stapel CDs verstreut auf einem Tisch.

«Ich erinnere mich lebhaft an den Moment, als ich die Cover auf dem Tisch sah und dachte: ‚Warum präsentieren wir die CD-Cover nicht so, wie ursprünglich gedacht – sie gleichzeitig zu hören und anzuschauen?‘. Ein Gedanke, der bei mir haften blieb.»
MARIUS BRANDL

EINE IDEE, DIE SICH DURCHSETZTE
Während seines Studiums fertigte Marius verschiedene CD-Display-Prototypen an. Die Jahre vergingen und das Leben nahm andere Wendungen, doch die Idee verschwand nicht. Das originale Prototyp-Display hing jahrelang an der Wand in Brandls verschiedenen Wohnungen.
Eines Herbstabends im Jahr 2023 saß Marius mit seinem besten Freund Kjetil G. Larsen auf dem Sofa. Musik im Hintergrund, eine Flasche Wein auf dem Tisch, gute Gespräche. Mit seiner Unterstützung – als unschätzbaren finanzieller und kreativer Partner – begann Marius, das zu entwickeln, was später zu Jewel werden sollte.
„Ich war zu der Zeit krankgeschrieben, saß auf dem Sofa und machte Hunderte von Skizzen, um das Design zu klären. Schließlich passte alles zusammen, und ich wusste genau, wie die Konstruktion aussehen musste“, erklärt Marius.
TRUSTING THE PROCESS AND OWNING THE QUALITY
Marius sammelte ein kleines „Superteam“ aus engen, gleichgesinnten Freunden – Sebastian Hungerer (Teknisk Museum) und Julius Winger als wertvolle Sparringspartner für das Design, sowie Cato Borgersen (für die Produktion) und Gabriel Westby mit seinen herausragenden 3D-Rendering-Fähigkeiten.
Während des gesamten Prozesses war Marius besessen davon, die besten Lösungen zu finden. Die Wahl der richtigen Materialien wie Acryl, Aluminium und speziell angefertigter Naturkautschuk war entscheidend. Jede kleine Anpassung beeinflusste die nächste, wie ein Dominoeffekt, alles musste perfekt aufeinander abgestimmt sein. Das Team experimentierte, scheiterte und lernte, was funktionierte, und was nicht.
– Zuerst versuchten wir, es so günstig und zugänglich wie möglich zu gestalten, aber es fühlte sich einfach nicht richtig an. Wir merkten schnell, dass es hier um Qualität ging. Jewel ist nicht als Abkürzung gedacht. Der Gummi bietet die perfekte Spannung und Griffigkeit und ist vollständig austauschbar. Meine Grossmutter arbeitete in einer Gummifabrik in Hallingdal, und ich erinnere mich noch an die Muster, die sie nach Hause brachte. Ein Kreis schloss sich. Es fühlte sich einfach richtig an, erzählt Brandl.
CREATED BY MUSIC LOVERS, FOR THE LOVE OF MUSIC
Bei alldem wurde Brandl von einem Gedanken angetrieben: Die Jewel CD-Ausstellung muss existieren. Es geht um mehr als schönes Design – es geht um Musik, Identität und das Leben selbst.
– Als sie vor über 40 Jahren auf den Markt kamen, waren CDs revolutionär. Jetzt stehen wir kurz vor einem Revival, und Jewel ist unser Beitrag um dieses Erbe zu ehren. Ich hatte CDs schon immer gern, und weiß, dass ich damit nicht allein bin. Sie wie Kunstwerke auszustellen, zeigt ohne Worte, wer man ist. Es ist ein handfester Ausdruck in einer zunehmend digitalen Welt, sagt Brandl.
Jewel ist für alle, denen Musik, Design und Handwerkskunst am Herzen liegen. Für Sammler, Nostalgiker und neue Liebhaber, die das Gefühl vermissen, etwas Echtes zu besitzen. Es ist für alle, die sehen, fühlen und hören wollen – und die Erinnerungen weiterleben lassen möchten. Unsere Vision ist einfach: CDs den Respekt zu erweisen, die sie verdienen - mit Stolz, Sinnhaftigkeit und Leidenschaft.